
13.04. - Endlich, eeeeendlich ist es soweit! Wir hatten ja eigentlich nicht mehr daran geglaubt, dass wir es noch schaffen wuerden. Aber tatsaechlich, heute machen wir uns wirklich und wahrhaftig zum Skifahren auf! Mount Washington lautet unser Ziel. Zu den Klaengen der immer und immer wiederkehrenden 3 Popsongs, die auf allen Radiosendern laufen, fahren wir ins Tessas Auto ueber den Highway. Stopp! Wessen Auto? Ja, genau, Tessas Auto. Tessa ist die Mutter der Familie, bei der wir untergekommen sind, und sie hat uns ihr Auto geliehen, damit wir zum Berg kommen koennen. Aber damit nicht genug! Sie hat uns nicht nur ihr Auto geliehen und uns eine feinsaeuberliche Wegbeschreibung mitgegeben, mit der wir unser Ziel gar nicht verfehelen koennen, sondern hat uns darueberhinaus FREIE Skipaesse UND freies Skileihen organisiert! Unglaublich. So passt der Ausflug perfekt in unser schmales Reisebudget und wir koennen den Tag in vollen Zuegen geniessen.
Und auch der Wettergott hat sich entschieden, uns einen schoenen Skitag zu goennen. Waehrend der ersten Liftfahrt strahlt die Sonne, auf den Pisten tummeln sich nur vereinzelt Skifahrer, die Haenge sind einwandfrei praepariert. Ein bisschen kalt ist es ja schon, aber wir haben uns warm eingepackt - Hanna traegt ihre Daunenjacke unter dem Skianorak, sicher ist sicher. Fuer Hanna ist es ein spannender Tag: Sie steht das erste Mal seit 4 Jahren wieder auf Skiern und hatte zudem einen Snowboardunfall mit Gehirnerschuetterung im letzten Jahr! Gruende genug, Respekt vor dem Wintersport zu haben. Zunaechst noch etwas zoegerlich und hochkonzentriert, verfliegen im Laufe des Tages ihre Sorgen und sie wird richtig locker. Respekt und Hut ab, da hat sich jemand zamgerissen!
Etwas seltsam am Skigebiet ist, dass es keine automatischen Kartenscanner gibt. Stattdessen steht in jeder Warteschlange Liftpersonal, das manuell jeden Skipass scannt. Gut, ham die auch was zu tun... Um einiges beaengstigender jedoch ist, dass beim Grossteil der Lifte zwar Schutzbuegel montiert sind, jedoch die Skiabstellstreben fehlen - nicht unbedenklich fuer kleine Kinder und zudem schnuert's uns die Blutabfuhr zu den Oberschenkeln ab ...
Spaeter dann faengt es doch noch an zu schneien, aber das ist uns dann auch egal. Wir geniessen die letzten Abfahrten, winken dem Mount Washington und brausen zu den Klaengen der gleichen drei Popsongs wieder zurueck nach Campbell River. - Mission Skifahren zumindest fuers erste abgehakt, und das an erster Stelle dank Tessa!
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13.03. - Um 5:15 Uhr stehen wir am Fusse des Chirripo, auf ca. 1400 Meter. Hochmotiviert, wenn auch etwas verschlafen, beginnen wir den Aufstieg, bis wir nach 200 Metern schweissgebadet trotz Kaelte unsere erste Pause einlegen und uns unserer warmen Klamotten entledigen. Noch weitere 14 Kilometer? Unmoeglich! So kommt es uns zumindest vor. Doch jetzt schon aufgeben waere ja gelacht - weiter geht`s und schon bald werden wir vom ersten Ausblick belohnt!

Die sieben Kilometer zur ersten groesseren Pause erscheinen zwar endlos, doch wir kommen gut voran. Dort angekommen genehmigen wir uns ersteinmal den mitgebrachten Reis, Wasser und Bananen.

Irgendwann heisst es dann wieder aufbrechen, wollen wir doch heute noch oben ankommen. Mit schweren Fuessen machen wir uns auf. Zunehmende Hitze und Hoehe bereiten uns mehr und mehr Schwierigkeiten. Wir brauchen einige Zeit, um unseren Rhythmus zu finden. Wir gehen jetzt zwar langsamer, halten dafuer jedoch konstant unser Tempo - ein Muss fuer unseren holpernden Kreislauf.


Bald wechselt der Regenwald ...

zu Nebelwald, durchzogen von Baumskeletten.

Die letzten Kilometer kaempfen wir uns dann noch durch karge Paramo-Landschaft ...

bis endlich die Huette in Sichtweite rueckt! Grosse Erleichterung macht sich breit!

Fuer heute ist es geschafft. Einziger Kraftakt bleibt noch das Essenkochen, dann geht es gestaerkt um 7 ins Bett. Klappen zu, Licht aus, Beine tot.
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